Planung des beruflichen Erfolges

Drucken Sie sich diese Seite einfach aus, damit Sie zuhause in Ruhe Ihre Wünsche und Ziele für Ihre berufliche Zukunft planen können.

 


Die Anforderungen nehmen zu

Die Erfahrungen, die Stellensuchende nach Studienabschluss machen, zeigen, dass die Unternehmen heute wieder mehr fordern, als dies vor einigen Jahren noch der Fall war. Gerade der Erfolgsdruck, dem heute Unternehmen ausgesetzt sind, verlangt nach ganzheitlichen Sicht- und vernetzten Denkweisen, nach neuen Konzepten. Organisations- und Führungsinstrumente müssen erweitert und neu entwickelt werden. Pointiert gesagt: vielleicht kommen wir in eine Zeit, in der so etwas wie Pioniergeist gefragt ist. Und darin liegt die Chance für Studienabsolventen: Gefragt sind Mitarbeiter, Nachwuchsleute, die Freude am Lernen haben, flexibel auf Veränderungen reagieren, die Fragen stellen, die in Teamarbeit Lösungen für Probleme suchen, die entscheiden und handeln können.

 


Was heisst das für Ihre konkrete Stellensuche?

  • Der Studienabschluss stellt heute nicht mehr das garantierte Eintrittsbillet in eine karriereträchtige Zukunft dar. Trotzdem: wenn Sie gerade für den Einstieg realistische Vorstellungen haben und wissen, dass Entwicklungsmöglichkeiten nicht von heute auf morgen kommen, so haben Sie mit einem Studienabschluss gute Chancen, Ihre eigenen Berufswünsche künftig zu verwirklichen.

  • Die Chancen, eine Stelle zu kriegen, steigen, je mehr Ihre Erwartungen mit denen der Personalverantwortlichen übereinstimmen. Das bedeutet nicht, dass sie bereit sein müssen, jede Stelle anzunehmen; es bedeutet vielmehr, die eigenen Erwartungen klar zu formulieren und dann zu überprüfen, welcher der möglichen Arbeitsplätze am besten geeignet scheint, diese Erwartungen mit der Zeit zu erfüllen.

  • Die Qualität der Bewerbung (Unterlagen und Gespräch) ist zum A und O der erfolgreichen Stellensuche geworden.

  • Da Personalverantwortliche heute unter mehreren Bewerbungen aussuchen können, gilt es, den Bewerbungsunterlagen einen wichtigen Stellenwert einzuräumen und sich für die Erstellung genügend Zeit zu nehmen. Ihre Bewerbungsunterlagen werden als eine Art von persönlicher Visitenkarte betrachtet und dienen der Vorselektion. Im Bewerbungsgespräch zeigt sich, ob Sympathie entsteht und inwieweit die gegenseitigen Erwartungen übereinstimmen. Ein erfolgreicher Abschluss hängt dabei stark von Ihrer Persönlichkeit ab, von der Art und Weise, wie Sie sich verhalten. Die Erfahrung zeigt: Wenn Sie sich so geben, wie Sie sind, werden sie erfolgreicher sein, wie wenn Sie glauben, sich auf Teufel komm raus verkaufen zu müssen.
  •  


    Fragen vor der Stellensuche

    Wenn Sie sich nach dem Studium auf die Suche nach einer geeigneten beruflichen Tätigkeit machen, werden Sie unweigerlich mit einigen Fragen konfrontiert:

    Welche Tätigkeit will ich ausüben?

    Welche Stelle ist für mich geeignet?

    Werde ich die Stelle finden, die mir zusagt?

    Kann ich meine Studienkenntnisse künftig gebrauchen?

    Wie werde ich den Übergang vom Studiums- in den Berufsalltag erleben?

    Werde ich den künftigen Anforderungen genügen?

    Werde ich die Berufserfahrung, die mir noch weitgehend fehlt, spielend lernen?

    Will ich Karriere machen?

    Will ich eine Stelle, in der ich mich voll entfalten und verwirklichen kann?

    Ist es mir wichtig, mich mit der zukünftigen Unternehmung identifizieren zu können?

    Ist es für mich wichtig, wo (örtlich) die Stelle sein wird?

    Wie werde ich auf meine künftigen Mitarbeiterkollegen und Vorgesetzten wirken? Werden sie mich mögen?

    Was brauche ich alles für meine Bewerbung?

    Um die eigene positive Energie möglichst unbehindert auf die Stellensuche zu konzentrieren, sollten Sie sich zunächst über alle noch offenen und ungenügend beantworteten Fragen Klarheit verschaffen. Bevor Sie Ihre Fragen für sich beantworten, setzen Sie Prioritäten; unterscheiden Sie:

    Welche meiner Fragen kann ich hier und jetzt, und welche kann ich erst später beantworten? Unterscheidungskriterium: meine Erfahrungen und meine Kenntnisse!

    Hier und jetzt beantwortbare Fragen sind solche, zu deren Beantwortung Sie genügend Erfahrung und Kenntnisse besitzen. Die Antworten verschaffen unmittelbar Klarheit, was zu tun ist. Sie unterstützen so Ihre Konzentration auf die Stellensuche. Erst später beantwortbare Fragen sind solche, zu deren Beantwortung Sie vorläufig zuwenig Erfahrungen und Kenntnisse haben. Die Antworten verschaffen mangels Erfahrung und Kenntnissen keine unmittelbare Klarheit, was zu tun ist. Sie behindern so Ihre Konzentration auf die Stellensuche. Listen Sie in der folgenden Tabelle alle Ihre Fragen stichwortartig auf und gewichten Sie diese mit:

    1 = kann ich hier und jetzt beantworten,
    2 = kann ich erst später beantworten.

    Meine Fragen 

    1

    2

    Meine Antworten
    Werde ich den künftigen Anforderungen genügen?      
    Ist es für mich wichtig, wo die Stelle sein wird?      
    Was brauche ich alles für eine Bewerbung?      
    Ergänzen Sie:    

     














     


    Kernfragen

    Wer ein erfolgreiches Leben führen will, braucht ein klares, durchdachtes Lebenskonzept. Das heisst, er ist sich darüber im klaren, welche beruflichen und privaten Ziele er in absehbarer Zukunft erreichen will. Wer sich seine Ziele aussucht und definiert, behält den Überblick über sein Tun, vermag Zielabweichungen und Umwege zu erkennen, setzt die richtigen Prioritäten und kann so seine Fähigkeiten optimal gebrauchen. Zielsetzungen sind das Ergebnis einer aktuellen und persönlichen Standortbestimmung. Als Startbasis für eine zielgerichtete Standortbestimmung dienen folgende zwei Kernfragen:

  • Was will ich in meinem Leben erreichen und verwirklichen? (Lebensziele)
  • Wie will ich es tun? (Massnahmen)
  • Wie steht es nun bei Ihnen? Welche Lebensziele schweben Ihnen zum heutigen Zeitpunkt vor, und mit welchen Massnahmen möchten Sie diese verwirklichen?

     Meine privaten Lebensziele: Mögliche Maßnahmen:

     





     





     Meine beruflichen Ziele:  

     





     


     
     
     

    Meine beruflichen Ziele könnte ich mit folgenden Tätigkeiten verwirklichen:

    Berufswunsch A: Berufswunsch B:

     





     





    Berufswunsch C: Berufswunsch D:

     





     





    Setzen Sie sich jetzt klare Prioritäten: Markieren Sie diejenigen Ziele, denen Sie höchste Priorität zuordnen, und überlegen Sie, was als nächstes zu tun ist:

    Notwendige Maßnahmen 

     




     


    Stärken-/Schwächenprofil

    Auf die Frage: "Welches Lebensziel hat für mich höchste Priorität?"antworten die meisten mit:

    selbstsicher/selbstbewusst leben

    mich selbst verwirklichen


    Je mehr man über sich selber weiss, je mehr man sich selber kennt, um so mehr ist man in der Lage,

    seine eigenen Stärken, sein Berufspotential gezielt einzusetzen

    schrittweise Massnahmen zu treffen, um seine Schwächen abzubauen

    Listen Sie Ihre Stärken auf und überlegen Sie, wo Sie diese (noch stärker) einsetzen können. Listen Sie dann Ihre Schwächen auf und überlegen Sie, mit welchen Massnahmen Sie diese reduzieren können.

    Meine Stärken:  Wo einsetzen?

     






     






    Meine Schwächen: Massnahmen:

     






     






    Überlegen Sie:

    In meinem Wunschberuf werden folgende Stärken verlangt: Ich möchte mir folgende Stärken aneignen:

       






      






    Persönliche Eigenschaften als Berufspotential

  • Kreuzen Sie die für Sie zutreffenden Eigenschaftswörter an:
  • 1 = trifft ausserordentlich zu
    2 = trifft sehr zu
    3 = trifft ziemlich zu
    4 = trifft weniger zu
    5 = trifft nicht zu

     

  • Markieren Sie die Eigenschaften (O), die Ihnen problematisch erscheinen, und vergleichen Sie diese mit Ihrem Schwächenprofil und überlegen Sie sich, welche Massnahmen Sie treffen wollen.
  •   1 2 3 4 5   1 2 3 4 5   1 2 3 4 5
     aktiv            langsam            temperamentvoll          
     ausdauernd            loyal            tolerant          
     belastbar            lustig            tüchtig          
     ehrgeizig            offen            unparteiisch          
     ehrlich            originell            vertrauenswürdig          
     empfindsam            produktiv            warmherzig          
     engagiert            respektvoll                      
     ernst            rücksichtsvoll           Ergänzen Sie:          
     gutmütig            rücksichtslos                     
     hart            selbstsicher                       
     hilfsbereit            sorgfältig                     
     interessant            spontan                     
     kämpferisch            standfest                     
     kreativ            stark                     
     kritisch            stolz                     

     


    Selbsteinschätzung / Fremdeinschätzung

    Das Bild, das ich über mich habe, stimmt oft nicht mit dem Bild überein, das andere über mich haben. Überprüfen Sie, in welchen Bereichen Ihr Selbstbild (die Meinungen, die Sie über sich haben) mit dem Fremdbild (die Meinungen, die ein Ihnen nahestehender Mensch über Sie hat) übereinstimmt bzw. nicht übereinstimmt.

    Zuerst kreuzen Sie in der linken Hälfte des untenstehenden Formular an, wie Sie sich selber sehen. (So, wie Sie jetzt sind; nicht so, wie Sie sein möchten!) Decken Sie Ihre Selbsteinschätzung zu und lassen Sie die rechte Hälfte durch einen Ihnen nahestehenden Menschen ausfüllen. (Verbinden Sie die Kreuze mit Linien.)

    Diskutieren Sie jetzt Übereinstimmungen und Unterschiede!

    Selbstbild 1 2 3 4 5 Fremdbild  1 2 3 4 5
      Planer                      
      Organisator                      
      Anreger                      
      Vermittler                      
      Berater                      
      Zuhörer                      
      Richter                      
      Prediger                      
      Einzelkämper                      
      Partner                      
      Problemlöser                      
      Fragender                      
      Ausführender                      
      Zielsetzer                      

     


    Entscheidungsfindung

    Jede Entscheidung enthält ein bestimmtes Gefahrenpotential, eine unsichere Stelle. Die Entscheidung mag noch so weitsichtig durchdacht sein, etwas Ungewisses, ein Restrisiko, verbleibt, weil jede Entscheidungsfindung in die noch nicht erfahrene Zukunft greift. Je nachdem, wie nun das Gefahrenpotential dieses Restrisikos eingeschätzt wird, fällt die Entscheidung aus. Bleibt beispielsweise die Einschätzung des Gefahrenpotentials innerhalb einer bestimmten Toleranzgrenze, so fällt die Entscheidung positiv aus.

    Die Toleranzgrenze hängt wesentlich von Ihnen ab. Sie selbst bestimmen, wie hoch die erlaubte Toleranzgrenze sein soll. Verhalten Sie sich beispielsweise eher risikofreundlich, neugierig und offen für Neues und Unbekanntes, so ist Ihre Toleranzgrenze hoch. Wer sich selber eine hohe Toleranzgrenze erlaubt, wird generell offener für Neues und trifft somit ein umfangreicheres Betätigungsfeld an. Die Chancen, die richtige berufliche Tätigkeit zu finden, nehmen auf diese Weise zu. Die Entscheidungsfindung für die berufliche Tätigkeit hängt wesentlich von der Intensität der Übereinstimmung zwischen folgenden zwei Faktoren ab:

    1. von der Übereinstimmung zwischen:

     Ihrer zielorientierten Nachfrage:

     und vom Angebot im aktuellen Stellenmarkt:

    2. von der Einschätzung des verbleibenden Restrisikos:

    Wenn Sie alle Seiten abgewogen haben, sich aber trotzdem noch unsicher fühlen, welchen beruflichen Weg Sie einschlagen möchten, vergleichen Sie das Anforderungsprofil der Stelle mit Ihrem persönlichen Potential und Ihren Wünschen. Überprüfen Sie, inwieweit sich beide Seiten decken, und entscheiden Sie dann.

    Vergleichen Sie: Welches Potential deckt welche Anforderungen ab?

      Stelle: Anforderungsprofil

     

      Ich: mein Potential

     






     






    Vergleichen Sie: Welche meiner Wünsche entsprechen welcher Branche?

      Stelle: Branche

     

      Ich: meine Wünsche

     






     






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